0800-500 5898

Mo - Fr 9:00 - 18:00 Uhr

Zahlen Sie statt einer hohen Mietkaution lieber eine kleine Kautionsprämie!
Berechnen Sie hier die Höhe Ihrer Kautionsprämie

Nicht immer kann der Hausbesitzer zur Verantwortung gezogen werden. Dies zeigt ein Gerichtsurteil aus München, nach einem Sturz eines Mieters im frisch gewischten Treppenhaus.

Vorsicht frisch gewischt!

20.4.2015 Wenn jemand in einem erkennbar frisch gewischten Treppenhaus oder Fußboden ausrutscht und zu Schaden kommt, besteht nicht automatisch ein Anspruch auf Zahlung von Schadenersatz oder Schmerzensgeld. So entschied das Amtsgericht München in einem veröffentlichten Urteil.

Ein Mieter rutschte auf dem gerade gereinigten und dadurch nassen Fußboden des Treppenhauses, in der von ihm bewohnten Wohnanlage, aus und verletzte sich schwer. Er ist seit dem Unfall zu 50 Prozent schwerbehindert. Durch das Aufstellen von Warnschildern vor dem rutschigen Boden, seitens der Vermieterin, hätte seiner Meinung nach der Unfall verhindert werden können. Deswegen klagt er auf Zahlung von Schadenersatz und Schmerzensgeld.

Doch hatte er keinen Erfolg, denn die Klage wurde vom Münchner Amtsgericht als unbegründet zurück gewiesen. Seitens des Gerichts bleibt es offen, ob eine Verpflichtung bestand, Warnschilder aufzustellen. Für den Kläger war es nämlich zu offensichtlich, dass der Fußboden des Treppenhauses frisch gewischt und somit nass gewesen ist. Dieses wurde durch Zeugenaussagen bestätigt, dass der Fußboden zum Zeitpunkt des Unfalls offensichtlich und erkennbar sehr nass gewesen war.

Selbst verschuldet

Zusätzlich wurde jeder Nutzer des Hausflurs schon dadurch ausreichend gewarnt, da das verwendete Reinigungsmittel stark gerochen hat, sowie das Treppenhaus ausreichend beleuchtet gewesen ist. Ebenso war es nicht erstmalig, dass nach der Reinigung des Treppenhauses großflächige nasse Stellen wahrnehmbar blieben. Aufgrund jener Aussagen urteilte das Gericht über ein vollständiges Mitverschulden des Klägers am Sturz.

Er habe bei der Benutzung des Treppenhauses jene Sorgfalt außer Acht gelassen, die nach Lage der Dinge erforderlich schien, um sich selbst vor Schäden zu bewahren. Denn hätte er sich beim Betreten der Stufen ausreichend an dem vorhandenen Handlauf festgehalten, so wäre er nach Überzeugung des Gerichts nicht gestürzt. Daher tritt eine mögliche Ersatzpflicht der Vermieterin hinter dem Eigenverschulden des Klägers vollständig zurück. Die Entscheidung ist rechtskräftig.

Geld-zurück-Garantie

Falls Ihr Vermieter bestätigt, dass er die Mietbürgschaft des Deutscher Mietkautionsbund e.V. nicht akzeptiert - egal aus welchem Grund - bekommen Sie Ihr Geld zurück.