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Ein Wasserschaden am Hausrat und Gebäude kann schnell durch ungewollten Wasseraustritt von Geräten, wie Waschmaschine oder Geschirrspülmaschine passieren. Das Risiko lässt sich jedoch recht einfach minimieren. 

Schutz vor Leitungswasserschäden

27.05.2015 Häufig werden Wasserschäden in Wohnungen und Häusern von defekten Zuleitungen von Waschmaschinen und Geschirrspülgeräten verursacht. Mit recht einfachen Mitteln jedoch, lassen sich derartige Schäden vermeiden. 

Zuleitungsschläuche von diversen Geräten können unter anderem durch unsachgemäße Schlauchführung, Alterung oder auch einem Materialfehler porös und undicht werden. Dadurch kann in sehr kurzer Zeit gewaltige Mengen an Wasser auslaufen und Wohnung oder Haus, den Hausrat, sowie auch darunterliegende Räume beschädigen. 

Mieter müssen in solchen Fällen meist nicht nur den eigenen Schaden, sondern auch dem des Vermieters und anderen beteiligten Parteien übernehmen. Dazu zählen etwaige Reparaturkosten durch den Wasserschaden, wie ein aufgequollener Laminat- oder Parkettboden, sowie die Beschädigungen an der darunterliegenden Wohnung. 

Einfache Risikominderung

Derartige Risiken können klein gehalten werden, wie zum Beispiel die Haushaltsgeräte nur unter Aufsicht laufen zu lassen und nach Beendigung des Vorgangs den Wasserzugang zur Maschine zu schließen. Denn sollte ein Schlauch platzen, kann durch sofortiges Schließen des Wasserhahns nicht die kritische Menge von Wasser auslaufen. 

Einfacher sind auch technische Schutzmaßnahmen, wie ein sogenanntes Aquastopp-System. Dies beinhaltet ein Sicherheitsventil, welches die Wasserversorgung der Maschine unterbricht, sollte zum Beispiel ein Zuleitungsschlauch defekt sein. Viele neuere Maschinen haben diese technische Sicherheitsmaßnahme bereits serienmäßig integriert, es kann jedoch auch um ca 20 Euro nachgerüstet werden. 

Wenn die Waschmaschine alleine gelassen wird

Sollte trotz der Vorsichtsmaßnahmen etwas passieren, besteht für den Wasserschaden am eigenen Inventar Schutz durch die Hausratversicherung. Reparaturen infolge eines Leitungswasserschadens am eigenen Haus übernimmt die Gebäudeversicherung, sofern dieses Risiko in der Police mitversichert ist.

Wer eine Geschirrspül- oder Waschmaschine unbeaufsichtigt laufen lässt, weil er beispielsweise während des Waschvorgangs zum Einkaufen geht, handelt grob fahrlässig. Das Gleiche gilt, wenn der Wasserhahn, an dem die Zuleitung angeschlossen ist, offen gelassen wird, obwohl die Geschirrspül- oder Waschmaschine nicht in Betrieb ist und auch kein Aquastopp-System eingebaut ist.

Wurde ein Schaden grob fahrlässig verursacht, kann der Hausrat- oder Gebäudeversicherer die Entschädigungsleistung normalerweise um die Schadenhöhe, die direkt im Zusammenhang mit der groben Fahrlässigkeit entstanden ist, kürzen. 

Finanzieller Schutz, wenn Dritte geschädigt werden

Entsteht durch ausgelaufenes Leitungswasser ein Schaden am Inventar einer Nachbarwohnung und/oder an der Bausubstanz der Immobilie des Vermieters, haftet der Wohnungseigentümer beziehungsweise der Mieter, dessen Haushaltsmaschine die Ursache des Schadens ist. Dieser kann sich jedoch durch eine Privat-Haftpflichtversicherung absichern. Sie tritt ein, wenn durch eigenes Verschulden ein Dritter zu Schaden kommt und man gesetzlich zum Schadenersatz verpflichtet ist.

Für geschädigte Vermieter und Nachbarn ist es jedoch in der Regel empfehlenswerter, den Schaden vorrangig durch ihre eigene Gebäude- beziehungsweise Hausratversicherung regulieren zu lassen, denn diese übernimmt bei zerstörten Gegenständen normalerweise den Neuwert. Der Neuwert entspricht dem Kaufpreis, der notwendig ist, um den beschädigten Gegenstand durch ein neues gleichwertiges Objekt zu ersetzen.

 

Eine Haftpflicht-Police erstattet dagegen stets nur den gesetzlichen Anspruch, und das ist der Zeitwert. Der Zeitwert berechnet sich aus dem Neuwert einer Sache abzüglich eines Geldbetrages für das Alter, den bisherigen Gebrauch und die Abnutzung des beschädigten Gegenstandes.

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