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Ein kürzlich veröffentlichtes Gerichtsurteil sollte klären, ob ein optisch abgetrennter Bereich des Wohnzimmers ausreicht, um es als Selbstständiger steuerlich als Arbeitszimmer abzusetzen.

Das Arbeitszimmer steuerlich geltend machen

05.10.2012  Selbstständige, die einen Teil des Wohnzimmers in der Privatwohnung als Arbeitszimmer nutzen, soll die anteiligen Miet-, Reinigungs- und Energiekosten nicht steuermindernd gegenüber seinem Finanzamt geltend machen können. Das gilt auch dann, wenn er den Arbeitsbereich optisch vom übrigen Teil des Wohnzimmers getrennt hat, so das Finanzgericht Düsseldorf in einem vor Kurzem veröffentlichten Urteil (Az.: 7 K 87/11 E).

Ein selbstständiger Architekt hatte in seiner Privatwohnung zwei Arbeitsbereiche eingerichtet. Bei einem der Bereiche handelte es sich um ein separates Zimmer, welches er nachweislich ausschließlich beruflich nutzte.

Optisch abgetrennter Bereich

Den Bereich, in welchem er nach eigenen Angaben ebenfalls regelmäßig arbeitete, hatte er im Wohnzimmer seiner Wohnung mithilfe eines circa einen Meter hohen Sideboards zusätzlich abgetrennt. Dort befanden sich ein Schreibtisch mit Computer sowie mehrere Aktenschränke.

Das Finanzamt war zwar dazu bereit, die Kosten des separaten Zimmers in voller Höhe als beruflich veranlasst anzuerkennen. Eine Anerkennung der Kosten für die Arbeitsecke lehnte es hingegen ab.

Unter anderem mit Hinweis auf ein Urteil des Finanzgerichts Köln vom 19. Mai 2011, welches einem Selbstständigen in einem vergleichbaren Fall Recht gegeben hatte, zog der Architekt vor das Düsseldorfer Finanzgericht. Doch dort erlitt er eine Niederlage.

Nur einzelne Zimmer

Die in einem Wohnzimmer eingerichtete Arbeitsecke erfüllt nach Ansicht des Gerichts nicht die Kriterien, die an ein Arbeitszimmer im Sinne des Einkommensteuergesetzes zu stellen sind. Denn der Wortlaut des Gesetzes spricht für eine raumbezogene Betrachtung, nach welcher nur einzelne Zimmer einer Wohnung als kleinste Einheit als Arbeitszimmer anerkannt werden können.

Eine anteilige steuerliche Anerkennung der Kosten einer gemischten Nutzung eines Raums halten die Richter hingegen für nicht statthaft, da ihrer Meinung nach keine klare und eindeutige Trennung der Kosten zwischen privater und beruflicher Nutzung möglich ist.

Das gilt nach Ansicht des Gerichts selbst dann, wenn wie im Fall des Architekten eine optische Trennung zwischen den privat und beruflich genutzten Bereichen vorhanden ist. Denn nach der allgemeinen Lebenserfahrung ist eine gleichzeitige Nutzung eines solchen Raums zu privaten und beruflichen Zwecken durch mehrere Personen wegen der damit verbundenen gegenseitigen Störungen nur schwer vorstellbar. Das Gericht wies die Klage daher als unbegründet zurück.

Versicherungsschutz in häuslichen Arbeitszimmern

Wer in seiner Wohnung ein Arbeitszimmer oder auch nur eine Ecke, in der beruflich genutzte Arbeitsgeräte wie PC, Drucker oder Scanner und Büromöbel stehen, hat, sollte sich auch über den Versicherungsschutz des Arbeitsinventars Gedanken machen. Befinden sich diese Gegenstände in einem Zimmer, das sowohl beruflich als auch privat genutzt wird, sind sie in der Regel mit einer Hausrat-Police gegen Schäden durch Feuer, Einbruch-Diebstahl, Leitungswasser und Sturm abgesichert.

Für ausschließlich beruflich genutzte Räume besteht für deren Inhalte nach den Bedingungen vieler Hausrat-Policen kein Versicherungsschutz. Bei einigen Hausratverträgen sind Schäden nur versichert, wenn das Arbeitszimmer ausschließlich über die private Wohnung und beispielsweise nicht über einen separaten Eingang zu erreichen ist. Handelt es sich um ein Arbeitszimmer mit einem separaten Eingang, wäre eine eigene Geschäftsinhalts-Versicherung, die beispielsweise auch Schäden durch Brand, Sturm und Einbruchdiebstahl abdeckt, sinnvoll.

Teure Elektronik kann auch über eine Elektronikversicherung abgesichert werden. Diese bietet eine sogenannte Allgefahrendeckung, bei der alles mitversichert gilt, was nicht ausdrücklich vom Versicherungsschutz ausgenommen ist. So sind unter anderem Schäden durch Schmor- und Sengschäden, Bedienungsfehler, Vandalismus und einfachen Diebstahl versichert. Ein Versicherungsexperte kann klären, ob für ein vorhandenes beruflich genutztes Arbeitsinventar bereits über die Hausrat-Police Versicherungsschutz besteht.

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