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Betriebskostenabrechnung – Worauf Mieter bei der Jahresabrechnung achten sollten

München (lz) – Pünktlich zum Jahresende treffen nun bei einigen Mietern in Deutschland die Betriebskostenabrechnungen für das vergangene Jahr ein. Jedoch sollten die Mieter dabei die Abrechnung nicht einfach hinnehmen, sondern genau prüfen, ob alle Posten der Rechnung richtig sind. Denn manchmal ist die Betriebskostenabrechnung fehlerhaft oder nicht nachvollziehbar.

Die Betriebskosten sind die Kosten, die bei der Nutzung einer Immobilie anfallen, unabhängig davon, ob die Immobilie privat oder gewerblich genutzt wird. Gezahlt werden die Betriebskosten entweder in Form einer Pauschale (jährlich, halbjährlich, etc.) oder, wie es im Regelfall geregelt ist, in Form einer monatlichen Vorauszahlung und einer damit verbundenen jährlichen Betriebskostenabrechnung.
Bei Erhalt der Betriebskostenabrechnung rät Florian Haas, Vorstand des deutschen Mietkautionsbunds e.V., die aktuelle Rechnung mit der des Vorjahres zu vergleichen und alle Posten zu überprüfen. Gibt es große Unterschiede? Lassen Sich diese einfach erklären? Wenn etwas für Sie nicht nachvollziehbar ist, sollten Sie beim Vermieter oder der Hausverwaltung nachhaken.
Die Betriebskostenabrechnung muss gewisse Mindestangaben enthalten, damit es sich um eine formell wirksame Betriebskostenabrechnung handelt. Die Regelung über die Inhalte der Betriebskostenabrechnung, sowie über die einzelnen Vereinbarungen bezüglich der Betriebskosten können im § 556 im Bürgerlichen Gesetzbuch nachgelesen werden.
Darüber hinaus sollten Sie bei Ungereimtheiten bei den Heizkosten den Heizspiegel aus dem Vorjahr heranziehen und die dort angegebenen Werte mit Ihren Heizkosten vergleichen. Bei deutlich zu hohen Kosten empfiehlt Florian Haas ein Gutachten erstellen zu lassen und mit dem Vermieter über mögliche Renovierungsmaßnahmen zur Heizeffizienz zu sprechen.  
„Wenn Sie etwas gegen die Betriebskostenabrechnung einzuwenden haben, sollten Sie Ihren Einspruch innerhalb von einem Jahr einlegen und bevor Sie den offenen Betrag begleichen“, so Haas. Empfehlenswert ist, den Einspruch bereits nach vier Wochen einzureichen, da Sie grundsätzlich den Nachforderungsbetrag innerhalb von 30 Tagen ab Erhalt der Abrechnung zu begleichen haben. Es gilt aber in den meisten Fällen: Wer den Betrag bezahlt, erklärt sich dadurch mit der Betriebskostenabrechnung einverstanden.
Wenn Ihnen die Betriebskostenabrechnung mehr als zwölf Monaten nach Ende des Abrechnungszeitraums zugeht, gilt nach § 556 Absatz 3 Satz 2 und 3 Bürgerliches Gesetzbuch, dass Nachforderungen des Vermieters aus Betriebskostenabrechnungen grundsätzlich ausgeschlossen sind. Nach Ablauf der so genannten Ausschlussfrist kann der Vermieter also keine Forderungen mehr geltend machen. 

 

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Falls Ihr Vermieter bestätigt, dass er die Mietbürgschaft des Deutscher Mietkautionsbund e.V. nicht akzeptiert - egal aus welchem Grund - bekommen Sie Ihr Geld zurück.