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Antworten auf häufig gestellte Fragen

Häufig gestellte Fragen

Hier finden Sie die am häufigsten gestellten Fragen mit Antworten zur Mietkaution.

Als Vermieter möchten Sie sich während des Mietverhältnisses einerseits nicht mit der Verwaltung der Kaution(en) beschäftigen. Andererseits sind Sie daran interessiert Ihr Kapital bzw. Eigentum vor Verlust bzw. Beschädigung zu schützen.

Mit einer Kautionsbürgschaft des Deutscher Mietkautionsbund e.V. können Sie sich sicher sein, dass Sie im Schadensfall Ihre Ansprüche gegenüber Ihrem Mieter schnell und unkompliziert durchsetzen können – ohne lästigen Verwaltungsaufwand sowohl während des Mietverhältnisses als auch im Falle einer Inanspruchnahme der Kautionsbürgschaft.

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Was leistet die Mietkautionsbürgschaft?

Die R+V stellt dem Mieter von privat genutztem Wohnraum einen Bürgschaftskredit zur Verfügung und übernimmt in seinem Auftrag gegenüber dem Vermieter (Bürgschaftsgläubiger) eine Bürgschaft als Mietkaution.

Die Bürgschaft wird anstatt der sonst üblichen, in Form eines Sparbuchs oder in bar beim Vermieter zu hinterlegenden, Mietsicherheit gestellt. Der Kautionsversicherungsvertrag befreit den Mieter nicht von seiner Zahlungspflicht bei Inanspruchnahme der Bürgschaft durch den Vermieter. Erhält der Vermieter aus der Bürgschaft von R+V eine Zahlung, ist der Mieter daher gegenüber R+V zur Erstattung verpflichtet.

Um welche Art von Bürgschaft handelt es sich bei der Mietkautionsbürgschaft des Deutscher Mietkautionsbund e.V. ?

Die über den Deutscher Mietkautionsbund e.V. ausgegebenen Bürgschaften der R+V Versicherung sind in Form und Inhalt grundsätzlich identisch mit Bankbürgschaften. Die Rechtsgrundlagen sind identisch und in den §§ 765 ff. Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) geregelt. Einziger Unterschied ist, dass Bürgschaftsgeber keine Bank sondern eine Versicherungsgesellschaft ist. Die R+V Allgemeine Versicherung AG ist der größte Kautionsversicherer in Deutschland.

Warum handelt es sich nicht um eine Bürgschaft auf erste Anforderung?

Die Bürgschaft auf Erstes Anfordern ist bei privaten Mietverhältnissen unzulässig, insbesondere weil der private Verbraucher unangemessen benachteiligt würde. Die Mindestanforderung ist, dass der Anspruch begründet und beziffert wird. Dies geschieht mit der Einreichung des Formulars „Inanspruchnahme einer Mietbürgschaft“, womit sich der Anspruch dann in der Regel auch ohne weiteren Aufwand durchsetzen lässt.

Wie lange dauert es, bis ich im Anspruchsfall mein Geld bekomme?

Sobald der Anspruch von uns bzw. der R+V mit den vollständigen Unterlagen gemeldet ist, erhält der Mieter mit einer Frist von 10 Tagen die Gelegenheit zur Stellungnahme. Sofern er keinen Rechtsmissbrauch beweisen kann und auch keine rechtskräftig festgestellte oder von Ihnen unbestrittene Gegenforderung hat, wird der geforderte Betrag umgehend an Sie ausgezahlt.

Welche Aufsichtsbehörde ist zuständig?

Bei Beschwerden können Sie sich an die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht wenden. Die Anschrift der zuständigen Aufsichtsbehörde lautet:

Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht
Graurheindorfer Str. 108, 53117 Bonn

Welche Voraussetzungen müssen zur Übernahme der Bürgschaft durch die R+V erfüllt werden?
  • Das Mietobjekt liegt in der Bundesrepublik Deutschland,
  • es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland und der deutsche Gerichtstand und
  • die Haftung von R+V ist auf einen Höchstbetrag beschränkt (=Kautionshöhe)
  • Der Mieter hat eine Deutsche Bankverbindung
  • Der Mieter hat eine positive Bonitätsauskunft, dies ist durch die Aufnahme als Mitglied im Deutscher Mietkautionsbund e.V. gewährleistet
Kann die R+V gegen die Schadensbegleichung Einrede erheben?

In der Regel nicht. Die Bürgschaft entspricht dem für private Verbraucher maximal zulässigen Umfang und bietet somit für den Vermieter die maximal zulässige Sicherheit. Es handelt sich um eine unbefristete selbstschuldnerische Bürgschaft (also mit Verzicht auf die Einrede der Vorausklage nach § 771 BGB) unter zusätzlichem Verzicht auf die Einreden der Anfechtbarkeit und der Aufrechenbarkeit nach § 770 BGB. Damit hat der Bürgschaftsgeber keine Möglichkeit die Auszahlung zu verzögern oder zu verhindern, es sei denn es liegt ein „liquide beweisbarer Rechtsmissbrauch“ vor. Dies entspricht aber ohnehin der geltenden Rechtsprechung und ist mit keiner Form der Sicherheitenstellung zu umgehen.

Welche Unterlagen müssen der R+V im Schadensfall vorgelegt werden?

Im Schadensfall reichen Sie bitte das Formular „Inanspruchnahme einer Mietbürgschaft“ beim Deutscher Mietkautionsbund e.V. ein. Legen Sie dem Formular bitte eine Aufstellung der von Ihnen geltend gemachten Kosten bei. Sofern vorhanden reichen Sie bitte Kopien der Nachweise über Renovierungsarbeiten, Schadenbeseitigung oder sonstige Schadenpositionen, die vom Mieter zu ersetzen mit ein.

Erhalte ich im Schadenfall auch eine Leistung wenn der Mieter seine jährliche Bürgschaftsprämie nicht bezahlt hat?

Wird der Beitrag nicht rechtzeitig gezahlt, gerät der Versicherungsnehmer auch ohne Mahnung gegenüber der R+V in Verzug. Er hat dann an R+V Zinsen nach §§247, 288 BGB zu zahlen und den weiteren Verzugsschaden und gegebenenfalls Porto zu erstatten.

Die Gültigkeit sowie eine eventuelle Leistung aus der Bürgschaft sind hiervon unangetastet! Dem Vermieter entsteht durch die Nichtzahlung der Bürgschaftsprämie durch den Mieter kein Nachteil.

Geld-zurück-Garantie

Falls Ihr Vermieter bestätigt, dass er die Mietbürgschaft des Deutscher Mietkautionsbund e.V. nicht akzeptiert - egal aus welchem Grund - bekommen Sie Ihr Geld zurück.